Adobe Bridge

Eine kostenlose Alternative zu Adobe Lightroom ist Adobe Bridge. Um den Preis eines Adobe-Accounts kann man das Desktop-Programm für Windows und macOS downloaden und installieren.
Warum das Programm nichts kostet, ist Adobes Geheimnis. Ich vermute eine Querfinanzierung durch die zahlenden Abonnenten der Creative Cloud, zu der auch Lightroom gehört.

Eine sehr gute Enführung in die Arbeit mit Adobe Bridge findet ihr über YouTube auf dem Kanal von Karsten Bruno Rose.
Hier der Link auf den ersten Beitrag

Startet man Bridge, scannt es alle Dateien auf dem Desktop und speichert die Metadaten im "Cache".

Adobe Bridge ist primär ein Datei-Browser, der für echtes Bearbeiten von RAW-Dateien Camera Raw (ACR) nutzt. Ohne ACR können Sie Bilder in Bridge nur organisieren (umbenennen, bewerten, verschlagworten) oder via Werkzeuge > Photoshop > Bildprozessor schnell konvertieren. Direkte Bildbearbeitung (Farbe, Belichtung) erfordert ACR. Die Bearbeitung wird in diesem Falle in einer Filialdatei im XMP-Format abgelegt und kann somit von anderen Programmen verwendet werden.
 
XMP (Extensible Metadata Platform) ist ein von Adobe entwickelter Standard zur Speicherung von Metadaten und Bearbeitungsschritten. Viele Programme, insbesondere im Bereich RAW-Entwicklung und Fotoverwaltung, nutzen XMP-Dateien (sogenannte „Sidecar-Files“), um Änderungen nicht-destruktiv zu speichern.
Hier sind die Möglichkeiten, Bridge ohne Camera Raw zu nutzen:
Bilder verwalten & sortieren: Nutzen Sie Bridge als Explorer, um Dateien zu ordnen, Metadaten hinzuzufügen, Sternebewertungen zu vergeben und Sammlungen zu erstellen.
Stapelverarbeitung (Konvertierung): RAW-Dateien in JPEG oder TIFF umwandeln, ohne sie einzeln in ACR zu öffnen:
Wählen Sie die Bilder aus.
Gehen Sie zu Werkzeuge > Photoshop > Bildprozessor.
Direkt in Photoshop öffnen: Umgehen Sie den ACR-Dialog, um ein Bild direkt in Photoshop zu öffnen (z.B. für weitere Bearbeitung):
Halten Sie Shift + Alt gedrückt und doppelklicken Sie auf die Datei.
Adobe Bridge ist kostenlos, aber seine volle Bildbearbeitungs-Funktionalität basiert auf der Integration von Camera Raw.
Ebenfalls eine gute Einführung bietet:
von Adreas Uhlemann. Wobei mich dessen Einlassungen zu Lightroom misstrauen lassen, ob der Autor das Programm richtig verstanden hat. Ich vermute, dass er bei seinen ersten Versuchen die Originale "kopiert" und sich dann überhaupt nicht mehr zurecht gefunden hat. So what - ALLE Optionen lesen und verstehen hilft.